Schachverein Dormagen 1947
Schachverein 1947 Dormagen

Dormagen 1 – Elberfeld 1 = 4,5-3.5

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18. Januar 2026

Das 1. Team gewinnt den ersten Teamkampf in dieser Saison!

Die Ausgangslage war sonnenklar, das Kellerduell versprach Spannung und die wurde auch eindeutig geboten. Jedem Team war bewusst, wer verliert steigt ziemlich sicher ab, sogar ein Unentschieden würde keinem Team richtig helfen. Entsprechend liefen auch die meisten Partien, auch wenn es einige kurze Remis gab. Am Ende schafften wir einen knappen und glücklichen Sieg.

Die ersten 2 Partien endeten relativ schnell. Marcel Harff und Michael Buscher einigten sich mit ihren Gegnern, nach wenig ereignisreicher Eröffnungsphase, schon im Mittelspiel auf Remis. Marcel und Reiner Odendahl kannten sich zu gut und das galt wohl auch für das 2. Brett zwischen Michael Buscher und Ulrich Dresen. Insgesamt also erwartete Resultate. 

Ab dem 3. Brett ging es aber zur Sache. Die einzige unspektakuläre Partie an den Brettern 3-8 war die des Captains am 5. Brett. Es ergab sich nach der Eröffnung eine verkeilte Position die es keinem Spieler erlaubte irgendwelche Fortschritte zu machen. Keiner konnte in die Stellung des Gegners eindringen, so war der Remisschluss die logische Folge. 

Die Partien an den Brettern 3, 6 und 7 boten dafür viel Spannung und sehr interessante Stellungen. Max Bouaraba startete mit den schwarzen Steinen einen Königsangriff, obwohl er noch nicht rochiert hatte. Der König war ziemlich offen und so ergab sich eine sehr unklare Position mit gegenseitigen Chancen. Leider drang der Angriff von Max nicht durch und nach einigen Verwicklungen endete die Partie doch noch Remis, insgesamt ein gerechtes Resultat.

Marcel Jügel spielte mit den weißen Figuren auf Königsangriff und tatsächlich ergab sich eine gefährliche Stellung für den Schwarzspieler. Mit einer netten Kombination, einem Springeropfer mit Bauerngewinn  konnte Marcel in die Stellung eindringen und nach einigen genauen Zügen eine Mattstellung erreichen, die der Gegner nur noch mit einem Qualitätsopfer verhindern konnte. Danach blieb nur noch die Aufgabe. Eine sehr überzeugende Vorstellung.

Leider hatten es unsere Jungs an den Brettern 4 und 8 sehr schwer. Linus Rausch stand schon eigentlich auf Verlust, weil der Gegner bei ausgeglichenem Material mit einigen Bauern einen entfernten Freibauern hatte, aber es gab noch eine Dame auf jeder Seite, ein eventuelles Dauerschach war die Hoffnung. Diese Tatsache mit den 2 Damen auf dem Brett entschied plötzlich die Partie, als der Gegner von Linus tatsächlich die Dame gratis stehen ließ und aufgab. Die Lehre daraus, nie zu früh aufgeben und vor allem immer weiter kämpfen. Das hat Linus auf jeden Fall beherzigt und er wurde belohnt.

Jürgen Wimmer musste leider im Mittelspiel einen Qualitätsverlust akzeptieren und konnte diesen Nachteil nicht mehr kompensieren. Trotz guter Verteidigung konnte er den Königsangriff nicht mehr parieren und musste die Niederlage quittieren. 

Markus Balduan spielte die letzte Partie und musste eine Endspielstellung mit einem Minusbauern verteidigen. Bereits im Mittelspiel musste er sich in einer schlechteren Stellung verteidigen. Es stand 4-3 für uns, die Partie entschied also über den Ausgang des Kampfes. Markus hat dann das Turmendspiel sehr gut behandelt und tatsächlich noch das Remis geschafft. Eine überzeugende Verteidigungsleistung, so kennt man ihn, zäh ohne Ende.

Insgesamt war es ein glücklicher Sieg, aber wir haben schon zu viele Punkte in dieser Saison verschenkt. Das war der gerechte kleine Ausgleich. 

Im Februar geht es zum Tabellenzweiten Letmathe, eine sehr schwere Aufgabe.