Am 7. Spieltag in der NRW-Liga hatten wir den Schachverein aus Oberhausen zu Gast. Eine sympathische Truppe angeführt von IM Marcel Becker am 1. Brett.
Die Ausgangslage war klar, wir wollten noch mindestens einen Punkt holen, um auch rechnerisch gesichert zu sein, Oberhausen brauchte nach Möglichkeit 2 Punkte, um dem Abstiegsgespenst davonzueilen.
Es entwickelte sich ein spannendes Match mit vielen unklaren Positionen, bis auf die Bretter 2 und 8. Da waren die Würfel schnell gefallen und es wurden 2 klare Siege.
Marcel H. machte kurzen Prozess mit einer Dame, aber nur auf dem Brett. Die Partie war zu einseitig um von einer richtigen Herausforderung zu sprechen, es war ein Spiel Richtung ein Tor. Es gab fast eine Mattsetzung mitten auf dem Brett, aber die Aufgabe verhinderte es. Klasse von Marcel verwertet.
Ähnlich erging es dem Gegner von Maxi H. In einer klaren Gewinnstellung ging auch noch die Dame verloren, wonach das Weiterspielen sinnlos war. Bemerkenswert war die Leichtigkeit mit der dieser Sieg errungen wurde. Beide Einsätze von Maxi waren somit ein belebendes Element im 1.Team.
Die restlichen 6 Partien waren da noch lange nicht entschieden. Eine Remisstellung fabrizierte der Captain. Mit den schwarzen Steinen spielend war die Partie eigentlich schon früh im Mittelspiel entschieden. Nach dem Abtausch von allen Figuren, bis auf jeweils einen Läufer und einige Bauern, war die Partie verflacht. Die Versuche von Weiß trotzdem den Sieg herauszuholen waren nicht von Erfolg gekrönt. Nach dem weißen Zug a3 war das Remis perfekt.
Markus spielte eine gewohnt sichere Partie in der nicht allzu viel los war. Sein Gegner kannte offensichtlich eine bekannte Variante des angenommenen Damengambits nicht allzu genau und musste es am Brett finden. Das schließlich entstandene Endspiel war dann vollkommen ausgeglichen was zum Remisschluss führte.
Jürgen hatte einige Probleme mit seinem Gegner, ungewohnt wenn er mit Weiß spielt. Mit einem Bauern weniger, aber mit den Schwerfiguren kämpfte er um Ausgleich und das auch erfolgreich. Ein Remis war dann die logische Folge.
Max absolvierte ebenfalls eine kämpferische Partie, die jedoch insgesamt nicht über die Remisbreite hinauskam. Es gab ein paar Versuche etwas zu erreichen, aber auch hier war realistisch gesehen nicht viel drin.
Marcel J. hatte ein schwieriges Endspiel und entschloss sich seine 2 Bauern Richtung Umwandlung zu puschen. Das war im Nachhinein die Rettung der Partie, durch diese Drohung konnte er schließlich das Remis forcieren und eintüten.
Die letzte Partie spielte Michael am 1. Brett. Sein Gegner entwickelte einen mächtigen Königsangriff und es war nicht einfach das abzuwehren. Vor allem aufgrund der schon bekannten Zeitnotphase war es sehr heikel. Nach dem 40.Zug verflüchtigte sich der Rauch und es mündete ebenfalls in einem gerechten Remis.
Alles in allem ein verdienter Sieg für uns, aber souverän sieht anders aus.
Im April geht es zum Tabellenzweiten nach Düsseldorf. Eigentlich ist da nicht viel zu holen, aber wer weiß, vielleicht gibt es ja doch etwas überraschendes zu berichten.